🌱 tender.garden

Updates

Eine chronologische Ansicht aller Updates und Änderungen auf tender.garden.

Filter:

12. Mai 2025

5 Updates

Konzept11 Erwähnungen

Light Work

Light Work (auf Deutsch Lichtarbeit) bedeutet die Auseinandersetzung mit Themen und Tools, die uns helfen, unsere Welt auf positive Art zu beeinflussen. Während es bei Shadow Work um unbewusste Muster geht, die uns zurückhalten, beschäftigt man sich bei Light Work mit neuen, gesunden Mustern, die zuvor fernab unserer Vorstellungskraft waren. Viele Light Work Methoden wie z.B. Affirmationen fokussieren sich auf die Veränderung des eigenen Lebens. Dadurch hat das Thema oft einen Beigeschmack von Selbstzentriertheit, vor allem, wenn nicht zusätzlich die nötige Schattenarbeit gemacht wird. Light Work ist aber auch ein wichtiger Teil von Collective Liberation. Neben dem "was läuft gerade falsch" ist es auch wichtig, sich vorzustellen, wie eine bessere Zukunft für alle aussehen könnte, und diese aktiv aufzubauen. Auf der individuellen Ebene können wir Verantwortung dafür übernehmen, welche Energie wir in den menschlichen Organismus bringen. Auf der kollektiven Ebene können wir zusammenarbeiten und uns gemeinsam eine Welt vorstellen, die über unsere aktuelle Vorstellungskraft hinausgeht, zum Beispiel durch utopische Geschichten. - Unsere Vorstellungskraft trainieren, z.B. durch Visualisierungs-Techniken - Üben, mehr im Jetzt zu sein und Dankbarkeit für das Leben zu erhöhen

Aktualisiert16. August 2025
pia
pia
jan
jan
Konzept9 Erwähnungen

Der menschliche Organismus

Wenn wir weit genug herauszoomen, können wir sehen, dass alles was wir tun, einen Effekt auf die gesamte Menschheit hat. Emotionen, Ideen, Liebe, Gewalt... sehr viel trägt sich weiter. Zum Beispiel: Wir sind gestresst auf unserem Weg zur Arbeit und reagieren vielleicht genervt, wenn jemand uns im Weg rumsteht. Vielleicht blöken wir die Person sogar an, sie reagiert entsprechend zurück. Für uns beide ist das jetzt schon eine negative Erfahrung, die sich sogar weiter tragen kann. Wir nehmen die Interaktion mit auf die Arbeit, regen uns dort bei anderen darüber auf, reagieren genervt und unsere Kolleginnen nehmen diese Energie und Emotionen mit nach Hause und beschweren sich bei bei Freundinnen oder Familie. Alles, was wir tun, kann eine kleine oder große Kettenreaktion auslösen. Es ist unsere Entscheidung, was wir in den Organismus einbringen. Für uns, das bedeutet: - Verantwortung für unsere Emotionen übernehmen. Wir streben an, bewusst entscheiden zu können, wann wir uns um unsere eigenen Emotionen kümmern und diese fließen lassen, um keinen unnötigen Stress oder Gewalt in den Organismus zu bringen. - Nicht zu hart mit uns selbst zu sein. Negative Emotionen sind nicht immer schlecht und wir sollten uns nicht schludig dafür fühlen, dass wir Emotionen bei anderen Menschen auslösen.

Aktualisiert15. Mai 2025
pia
pia
jan
jan
Konzept9 Erwähnungen

Schuldfrage

Wir verfallen in Konflikten häufig in den Modus, unbedingt die Schuldfrage klären zu wollen. Es ist wichtig, zu verstehen, was zu Eskalationen geführt hat, um gemeinsam herauszufinden, was "falsch" gelaufen ist und wie man in Zukunft besser miteinander umgehen kann. Wenn wir uns allerdings zu stark auf die Schuldfrage konzentrieren, kann das zu einem endlosen Zyklus von Vorwürfen werden. Durch (gesellschaftlich erlernte) Angst vor Bestrafung wird die beschuldigte Person defensiv und weist die Schuld ab. Die Parteien beschuldigen sich gegenseitig und sehen sich nicht in der Verantwortung. Es bleibt bei einem Gegeneinander, niemand geht einen Schritt aufeinander zu in Richtung Konfliktlösung.

Aktualisiert6. August 2025
pia
pia
jan
jan
Konzept18 Erwähnungen

Shadow Work

"Bis du das Unbewusste bewusst machst, wird es dein Leben bestimmen und du wirst es Schicksal nennen." – Carl Jung Shadow Work (auf Deutsch: Schattenarbeit) bezeichnet den Prozess, sich mit unseren verborgenen und verdrängten Schatten-Anteilen. Es geht darum, unbewusste Muster bewusst zu machen, sie zu integrieren, um nicht mehr im Alltag von ihnen kontrolliert zu sein. Shadow Work wird oft als etwas gesehen, was nur von einzelnen Personen gemacht wird. Es gibt aber auch viele verborgene unterbewusste Aspekte unserer Gesellschaft als Ganzes. Carl Jung hat auch den Begriff Collective Unconscious (Kollektives Unterbewusstsein) benutzt. Wie oben so unten bedeutet, dass der kollektive Schatten den Schatten einzelner Menschen beeinflusst, und umgekehrt. Wenn wir daran arbeiten, unsere eigenen unterbewussten Muster zu erkennen und zu durchbrechen, tragen wir auch zu einer Durchbrechung auf der kollektiven Ebene (Collective Liberation) bei.

Aktualisiert20. August 2025
jan
jan
pia
pia
Konzept7 Erwähnungen

Wie oben so unten

Wie oben so unten (auf Englisch as above, so below) beschreibt die Idee, dass die Welt über Zoom-Stufen hinweg verbunden ist. Die Mikro- und die Makro-Perspektive sind miteinander verwoben und beeinflussen sich gegenseitig.

Erstellt12. Mai 2025
jan
jan
pia
pia

7. Mai 2025

2 Updates

Konzept10 Erwähnungen

Collective Liberation (Kollektive Befreiung)

"Nobody's free until everybody's free." – Fannie Lou Hamer Der Begriff Collective Liberation (auf Deutsch: Kollektive Befreiung) wird verwendet, um zu verdeutlichen, dass alle Beteiligten unter unterdrückenden, gewaltvollen Strukturen leiden. Zu Collective Liberation beizutragen bedeutet für uns, Verantwortung zu übernehmen für verschiedene Lebensbereiche. - Shadow Work: Aktiv daran arbeiten, gewaltvolle Strukturen in uns selbst und der Gesellschaft zu erkennen und abzubauen. - Light Work: Aktiv daran arbeiten, eine Welt aufzubauen, die auf gegenseitigem Vertrauen und einem Miteinander aufbaut. "Nobody's free until everybody's free." – Fannie Lou Hamer "Injustice anywhere is a threat to justice everywhere. We are caught in an inescapable network of mutuality, tied in a single garment of destiny. Whatever affects one directly, affects all indirectly." – Martin Luther King Jr.

Aktualisiert26. September 2025
pia
pia
jan
jan
Konzept33 Erwähnungen

Verantwortung

Für uns bedeutet die Übernahme von Verantwortung zu erkennen, welche Aspekte des Lebens wir wirklich beeinflussen und kontrollieren können. Es ist eine Praxis der inneren Ausrichtung und Eigenständigkeit. Das bedeutet für uns auch, genug Raum für andere zu lassen, selbst Verantwortung für ihre eigenen Entscheidungen und ihr Verhalten zu übernehmen. Wir merken immer mehr, dass wir andere Menschen nicht dazu bringen können, sich auf eine bestimmte Weise zu verhalten. Wir können niemanden kontrollieren – und wir sollten es auch nicht wollen. Durch Shadow Work können wir lernen, wie unsere unbewussten Muster in das Kollektiv hineinwirken. Verantwortung zu übernehmen bedeutet dann, Verantwortlichkeit zu praktizieren, wenn wir mit dem Schaden konfrontiert werden, den wir möglicherweise verursacht haben.

Aktualisiert20. Oktober 2025
jan
jan
pia
pia

10. August 2024

1 Update

Blog4 Erwähnungen

Transmute / Wut-Brief

Ende Juni habe ich geschrieben, dass ich mich “das Wochenende” etwas zurückziehen will, um ein paar Emotionen fließen zu lassen und Dinge zu verarbeiten, die ich verdränge. Aus einem Wochenende wurde dann letztendlich der ganze Juli. Ich habe gemerkt, dass ich etwas mehr Abstand brauche, als gedacht, weil ich mich sehr ausgebrannt und gleichzeitig getrieben gefühlt habe. In diesem Monat habe ich viele verschiedene Phasen durchlebt, die ich noch in Texten verarbeiten will. Heute möchte ich von meinem Wut-Brief erzählen. Ich habe mir Ende Juli eine Woche freigenommen und mir vorgenommen, noch mal explizit meine Emotionen fließen zu lassen. Dienstag vormittags habe ich gestartet mit einer Breathwork-Atemübung, die ich in einem Workshop von Carlagelernt habe. Die psychedelische Wirkung dieser Übung überrascht mich immer wieder: Meistens wirbelt sie einiges auf, was sich in meinem Körper an Emotionen angestaut hat und ich brauche ein paar Tage, um das dann durchfließen zu lassen und mich danach klarer und befreiter zu fühlen. Dienstag und Mittwoch war ich dann jeweils tagsüber im Wald und am See. Ich war alleine unterwegs, bin an den See und hab das Wasser angeschaut, hab mich danach in den Wald gesetzt, die Natur auf mich wirken lassen und meditiert. Das alles mit möglichst wenig Zeit am Handy oder anderen Aktivitäten. Und boah, hat sich das teilweise scheiße angefühlt. Einfach da zu sitzen und sich nicht gut zu fühlen und das zu akzeptieren, ohne sich abzulenken, ist schwer auszuhalten. Ich konnte mich zum Glück ab und zu daran erinnern, dass ich das bewusst mache und dass es normal ist, sich so zu fühlen, dass die Gefühle einfach durchfließen müssen. Dadurch konnte ich von außen auf die Emotionen blicken und hab nicht alle negativen Gedanken, die ich mit den Gefühlen assoziiert habe, ernst genommen. Und irgendwie war es dann, obwohl ich mich nicht gut gefühlt habe, voll die schöne Erfahrung, an die ich mich sehr gerne erinnere, die für mich sogar mit zu den prägendsten des Jahres zählt. Ich hatte mein Leben lang so viel Angst vor “negativen” Emotionen, dass es immer darum ging, sie schnell wegzubekommen. Und jetzt lerne ich so langsam, dass jede Emotion ihre Daseinsberechtigung hat und dass es eine total schöne, rohe Erfahrung sein kann, einem Gefühl Raum zu geben, gegen das man sich so lange gewehrt hat. Die Tage waren scheiße und schön, shitty and sacred. Mittwoch abends bin ich dann durch die Stadt gelaufen und hab was zu essen gesucht. Und irgendwie wurde ich dann unzufrieden, nichts hat so richtig funktioniert. Auf dem Heimweg hat mich dann plötzlich die Wut gepackt. Ich war wütend auf diesen “scheiß Urlaub”, dass ich “nur rumsitze und es mir schlecht geht”. War plötzlich wütend auf ganz viele Dinge, die hochkamen. Ich konnte mich auch hier zum Glück daran erinnern, dass es OK ist, dass diese Emotionen hochkommen, dass ich jetzt die Gelegenheit habe, sie rauszulassen. Also bin ich wütend heimmarschiert, hab mich in mein Zimmer gesetzt, Musik angemacht und eine Stunde lang einen Wut-Brief geschrieben. Dabei habe ich einfach alles aufgeschrieben, ohne eine Pause zu machen, ohne zu hinterfragen. Die Methode wird auch Stream of Consciousness Writing genannt. Ich wollte etwas schreiben, was niemals jemand lesen wird und mir dadurch die Möglichkeit geben, Dinge zu schreiben, die ich sonst niemals sagen würde. Ich konnte nachträglich kaum noch was davon lesen, weil es so krakelig war. Das Wort verfickt kam sehr oft vor.

Aktualisiert26. September 2025
jan
jan

24. April 2024

1 Update

Blog3 Erwähnungen

Bei mir ankommen

Ich habe letzte Woche über Anxiety geschrieben und dass es mir teilweise schwer fällt, unverfälscht an Texten zu schreiben, ohne dabei im Kopf zu haben, was andere darüber denken könnten. Das ist ein Thema, was mich in vielen Lebensbereichen begleitet. Ob in Beziehungen, als Gastgeber, in der Öffentlichkeit, geschäftlich, kreativ… Ich bin oft konstant am Überwachen, wie es Leuten geht und welche Auswirkungen mein Verhalten (oder Nichtverhalten) auf sie haben könnte. Ich habe mich die letzten zwei Jahre mit dem Thema People Pleasing beschäftigt und werde da in Zukunft noch mehr dazu schreiben. Zusammengefasst: Es ist schwer für mich aushaltbar, wenn es Menschen in meinem Umfeld nicht so gut geht und ich verfalle dadurch schnell in den Modus, ihre Emotionen managen zu wollen, um mich dann wieder besser zu fühlen. Das ist oft begleitet von Annahmen, dass ich was falsch gemacht habe und das jetzt sofort fixen muss, um die Situation wieder gut zu machen. Was dazu führt, dass ich ungefragt über meine Kapazitäten gehe, was dann irgendwann zu einer Eskalation führt, wenn ich mich nicht im selben Maße (ungefragt) unterstützt fühle. Eine Abwärtsspirale. Um dem vorzubeugen, habe ich versucht, Wege zu finden, wie ich wieder bei mr ankommen kann. Aus den Köpfen anderer Menschen heraus wieder in meinen Kopf, in meinen Körper. Kein Monitoring anderer Menschen, sondern ein Herausfinden, was ich eigentlich fühle, was mich umtreibt und was ich brauche. Ich habe Alleinsein sehr lange als etwas Negatives gesehen, als etwas Unfreiwilliges. Erst in den letzten Jahren habe ich bemerkt, dass es für mich extrem hilfreich ist, einfach mal für mich zu sein, abseits von externen Einflüssen. In Die Freiheit Allein Zu Sein beschreibt Sarah Diehl den Unterschied zwischen Einsamkeit und Alleinsein. Dass Alleinsein dabei helfen kann, möglichst unverfälscht die Welt und das Selbst zu erleben. Ich kann das Buch wirklich sehr empfehlen. “Alleinsein ist nämlich nicht (nur) die Abwesenheit von etwas oder jemand anderem, sondern die Anwesenheit meiner ungestörten Wahrnehmung.“ - Sarah Diehl Durch das Alleinsein können sich bei mir manchmal Dinge ordnen, die ich schon länger unbewusst mit mir herumtrage. Wie ein Wollknäuel, das einige Knoten hat, die Zeit und Ruhe brauchen, um sich zu lösen.

Aktualisiert16. Juli 2025
jan
jan