Updates
Eine chronologische Ansicht aller Updates und Änderungen auf tender.garden.
9. August 2025
2 Updates
Buch: Gewaltfreie Kommunikation - Eine Sprache des Lebens
Dieses Buch (englischer Titel: Nonviolent Communication: A Language of Life) von Marshall B. Rosenberg beschreibt Gewaltfreie Kommunikation (GfK) als Philosophie und Methode. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Buchs. Gewaltfreie Kommunikation ist ein Prozess, der darauf abzielt, unsere Aufmerksamkeit auf vier Elemente zu lenken: "Zuerst beobachten wir, was in einer Situation tatsächlich geschieht: Was hören wir andere sagen, was sehen wir, was tun andere, wodurch unser Leben entweder reicher wird oder auch nicht?" "Die Kunst besteht darin, unsere Beobachtung dem anderen ohne Beurteilung oder Bewertung mitzuteilen – einfach zu beschreiben, was jemand macht, und dass wir es entweder mögen oder nicht." "Als nächstes sprechen wir aus, wie wir uns fühlen, wenn wir diese Handlung beobachten: Fühlen wir uns verletzt, erschrocken, froh, amüsiert, irritiert?"
Buch: Gewaltfreie Kommunikation - Eine Sprache des Lebens
Dieses Buch (englischer Titel: Nonviolent Communication: A Language of Life) von Marshall B. Rosenberg beschreibt Gewaltfreie Kommunikation (GfK) als Philosophie und Methode. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Buchs. Gewaltfreie Kommunikation ist ein Prozess, der darauf abzielt, unsere Aufmerksamkeit auf vier Elemente zu lenken: "Zuerst beobachten wir, was in einer Situation tatsächlich geschieht: Was hören wir andere sagen, was sehen wir, was tun andere, wodurch unser Leben entweder reicher wird oder auch nicht?" "Die Kunst besteht darin, unsere Beobachtung dem anderen ohne Beurteilung oder Bewertung mitzuteilen – einfach zu beschreiben, was jemand macht, und dass wir es entweder mögen oder nicht." "Als nächstes sprechen wir aus, wie wir uns fühlen, wenn wir diese Handlung beobachten: Fühlen wir uns verletzt, erschrocken, froh, amüsiert, irritiert?"
7. August 2025
2 Updates
Bericht: Repression von Palästina-Solidarität in Deutschland
Der Bericht "Repression of Palestine Solidarity in Germany" wurde im Juli 2025 veröffentlicht. Er dokumentiert die starke Repression, der Palästinenser\*innen und Palästina-solidarischen Menschen in Deutschland ausgesetzt sind, insbesondere bei Protesten gegen den Genozid. "Dieser Bericht analysiert die vielschichtige Repression gegen palästinensischen Aktivismus und Palästina-Solidarität in Deutschland. Er identifiziert fünf miteinander verbundene Bereiche, in denen diese Repression ausgeübt wird: rechtliche Repression, staatliche Gewalt und Sicherheitsdiskurse, diskursive Delegitimierung, Zensur im kulturellen und zivilgesellschaftlichen Bereich sowie Ausgrenzung im Bildungssystem." Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Berichts.
Gaza Genozid
Während das Wort Genozid im Zusammenhang mit Palästina bis 2025 im Westen weitgehend unterdrückt wurde, äußern sich immer mehr Genozidforscher\innen und Menschenrechtsexpert\innen zunehmend deutlich: - Die International Association of Genocide Scholars hat in einer Resolution bekannt gegeben, dass Israels Politik und Vorgehen in Gaza die rechtliche Definition von Völkermord gemäß Artikel II der Konvention der Vereinten Nationen des Übereinkommens über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes erfüllen. - Die UN-Sonderberichterstatterin für die Menschenrechtssituation in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten, Francesca Albanese, bezeichnet Israel als ein siedler-koloniales Projekt und hebt Unternehmen hervor, die „von Israels Ökonomie der illegalen Besatzung, der Apartheid und nun des Genozids profitiert haben.“ - Amnesty International kommt zu dem Schluss, dass „_Israel einen Genozid an Palästinenser\*innen im Gazastreifen begeht.“ - Human Rights Watch veröffentlichte im Dezember 2024 einen Report mit dem Titel "Extermination and Acts of Genocide" ("Vernichtung und Handlungen eines Völkermords"). - Omer Bartov, Professor für Holocaust- und Genozidstudien an der Brown University, schrieb in der New York Times den Artikel I’m a Genocide Scholar. I Know It When I See It.: „Meine unausweichliche Schlussfolgerung ist, dass Israel einen Genozid am palästinensischen Volk begeht. Ich bin in einem zionistischen Zuhause aufgewachsen, habe die erste Hälfte meines Lebens in Israel gelebt, in der israelischen Armee als Soldat und Offizier gedient und den Großteil meiner Karriere mit der Erforschung und Dokumentation von Kriegsverbrechen und des Holocaust verbracht. Diese Erkenntnis war schmerzhaft und ich habe mich ihr so lange wie möglich widersetzt. Aber ich lehre seit einem Vierteljahrhundert über Genozide. Ich erkenne einen, wenn ich ihn sehe.“ Israelische Militärbeamte haben der New York Times gesagt, dass es keine Beweise dafür gibt, dass die Hamas systematisch Hilfsgüter stiehlt, die für die Bevölkerung in Gaza bestimmt sind. "Es ist nicht unsere Schuld. Die Hamas stiehlt das Essen_" ist eine Lüge, die in den letzten zwei Jahren immer wieder genutzt wurde, um Israels gezielte Aushungerung der Palästinenser\*innen in Gaza zu rechtfertigen.
6. August 2025
16 Updates
Aufmerksamkeit
"Das, worauf du deine Aufmerksamkeit richtest, wächst." – adrienne maree brown in Emergent Strategy "Das größte Geschenk, das wir jemandem machen können, ist unsere Aufmerksamkeit. Wenn Achtsamkeit jene umhüllt, die wir lieben, werden sie erblühen wie Blumen." – Thích Nhất Hạnh - Dankbarkeits-Tagebuch - Awe Walk
Buch: Connect
"Connect: Building Exceptional Relationships with Family, Friends & Colleagues" ist ein Buch von Carole Robin und David Bradford, basierend auf ihrem MBA-Kurs an der Stanford University. Carole und David geben gut umsetzbare Ratschläge und erzählen Geschichten über außergewöhnliche Beziehungen, die sie wie folgt beschreiben: "du fühlst dich gesehen, erkannt und geschätzt für das, was du wirklich bist – nicht für eine bearbeitete Version deiner selbst" "denke an außergewöhnliche Beziehungen als lebendige, atmende Organismen, die sich ständig verändern, ständig gepflegt werden müssen und immer – immer – in der Lage sind, dir den Atem zu rauben" "Wenn deine Interaktionen mit einer anderen Person am authentischsten sind, findet ein Paradigmenwechsel statt." Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Buchs. - "Du kannst mehr du selbst sein, und die andere Person auch" - "Beide sind bereit, sich verletzlich zu zeigen" - "Du vertraust darauf, dass Selbstoffenbarungen nicht gegen dich verwendet werden" - "Ihr könnt ehrlich miteinander sein"
Buch: Emergent Strategy
Emergent Strategy von adrienne maree brown beschäftigt sich mit Veränderung und Organisierung anhand von Prinzipien, die von der Natur und Science-Fiction – insbesondere den Werken von Octavia Butler – inspiriert sind. Mehr über das Konzept: Emergent Strategy. "Emergenz betont kritische Verbindungen statt kritischer Masse – sie baut authentische Beziehungen auf und hört mit allen Sinnen von Körper und Geist." "Emergent Strategy ist die Art und Weise, wie wir uns bewusst verändern, um unsere Fähigkeit zu stärken, die gerechten und befreiten Welten zu verkörpern, nach denen wir uns sehnen." "Es gibt Millionen Wege in die Zukunft, und viele davon können transformativ für das Ganze sein." adrienne maree brown formuliert folgende Prinzipien: - Klein ist gut, klein ist alles. (Das Große ist ein Spiegelbild des Kleinen.) - Veränderung ist konstant. (Sei wie Wasser.) - Es gibt immer genug Zeit für die richtige Arbeit. - Es gibt ein Gespräch im Raum, das nur diese Menschen in diesem Moment führen können. Finde es.
Emergent Strategy
Emergent Strategy (Emergenz-Strategie) ist ein Ansatz für Veränderung, der sich an den Mustern der Natur orientiert – mit Fokus auf Anpassungsfähigkeit, Verbundenheit und kleinen Handlungen, die große Veränderungen anstoßen können. Wir sind auf den Begriff im Buch Emergent Strategy von adrienne maree brown gestoßen. "Emergenz betont kritische Verbindungen statt kritischer Masse – sie baut authentische Beziehungen auf und hört mit allen Sinnen von Körper und Geist." – adrienne maree brown in Emergent Strategy "Emergent Strategy ist die Art und Weise, wie wir uns bewusst verändern, um unsere Fähigkeit zu stärken, die gerechten und befreiten Welten zu verkörpern, nach denen wir uns sehnen." – adrienne maree brown in Emergent Strategy adrienne maree brown formuliert folgende Prinzipien: - Klein ist gut, klein ist alles. (Das Große ist ein Spiegelbild des Kleinen.) - Veränderung ist konstant. (Sei wie Wasser.) - Es gibt immer genug Zeit für die richtige Arbeit.
Zukunft
Wie viel Zeit verbringen wir in Gedanken an die Zukunft, wie viel davon basiert auf Ängsten und Anxiety, wie viel auf Hoffnung? Hier sind ein paar Light Work Methoden, die dabei helfen, uns eine bessere Zukunft vorzustellen: - Affirmationen und Zukunfts-Journaling - Utopien "Ich weiß, dass wir die Zukunft gemeinsam erschaffen – mit jedem Wort, jeder Handlung und unserer Aufmerksamkeit." – adrienne maree brown in We Will Not Cancel Us "Es gibt Millionen Wege in die Zukunft, und viele davon können transformativ für das Ganze sein." – adrienne maree brown in Emergent Strategy "Sagt allen, dass die Zukunft strahlend und schön sein wird. Liebt sie, strebt nach ihr, arbeitet für sie, holt sie näher heran, bringt so viel wie möglich davon in die Gegenwart.“ – Nikolai Tschernyschewski
Hoffnung
"Hope is a discipline" - Mariame Kaba Wie können wir Hoffnung kultivieren undgleichzeitig nicht die aktuellen Zustände von Unterdrückung und Gewalt ignorieren? Vorstellungskraft und Hoffnung hängen eng miteinander zusammen. Was ist möglich, wenn wir gemeinsam an einer besseren Welt und Zukunft arbeiten?
Buch: We Will Not Cancel Us
Das Buch We Will Not Cancel Us: And Other Dreams of Transformative Justice (Wir werden uns nicht canceln: Und andere Träume von transformativer Gerechtigkeit) von adrienne maree brown beschäftigt sich mit Cancel Culture innerhalb abolitionistischer Bewegungen. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Buchs. "Mit jedem der Texte in dieser Sammlung ist es mein Ziel, transformative Gerechtigkeit in unseren Bewegungen zum Leben zu erwecken – nicht als futuristische Theorie, die wir von der Welt da draußen fordern, sondern als Praxis, die wir untereinander ernsthaft leben, als Überzeugte, die die Fähigkeit entwickeln, andere einzuladen." Das Buch beginnt mit einer schönen Visualisierung: "Ich weiß, dass wir die Zukunft gemeinsam erschaffen – mit jedem Wort, jeder Handlung und unserer Aufmerksamkeit." "Ich kann es sehen – kurzfristig erzeugen wir kleine, unwiderstehlich verantwortliche Räume, zu denen Menschen strömen, die nicht einmal wissen, was eine Bewegung ist." "_In meiner mittelfristigen Vision priorisieren Bewegungen den Aufbau von Kapazität, Fähigkeiten und weiten Herzen, um neue Mitstreiter\*innen aufzunehmen, während wir täglich und tief üben, was es bedeutet, unsere Beziehungen und kollektiven Visionen zu erhalten, unsere Werte zu leben und uns zielgerichtet anzupassen." "Wir werden geübt in Kritik, die uns vertieft, in Konflikten, die neue Zukünfte hervorbringen, und in Heilung, die materielle Bedingungen verändert." "In der langfristigsten Vision, die ich sehen kann, wenn wir [...] uns unvermeidlich uneinig sind oder Schaden verursachen, reagieren wir nicht mit Ablehnung, Ausschluss oder öffentlicher Beschämung, sondern mit klarer Benennung des Schadens; Aufklärung über Intention, Wirkung und das Durchbrechen von Mustern; befriedigenden Entschuldigungen und Konsequenzen; neuen Vereinbarungen und vertrauenswürdigen Grenzen; und lebenslangen Heilungsressourcen für alle Beteiligten." "Es ist unsere Zeit und Verantwortung, etwas anderes zu versuchen."
Lernen über Cancel Culture
Wir haben den Begriff Cancel Culture lange abgelehnt, weil wir ihn hauptsächlich als Strategie von Menschen in Machtpositionen wahrgenommen haben, um sich vor Verantwortlichkeit zu drücken, wenn sie mit Fehlern konfrontiert werden. Dabei wird oft vergessen, dass die Wurzeln dieser Praxis in Black Liberation Movements liegen – dort war das öffentliche Benennen von verletzendem Verhalten ein zentraler Weg, um Gerechtigkeit außerhalb von Systemen einzufordern, die marginalisierte Communities im Stich lassen. Mit der Zeit wurde der Begriff jedoch vereinnahmt und umgedeutet – oft von genau den Menschen in Machtpositionen, die Kritik abwehren wollen. Anstatt Verantwortung für den verursachten Schaden zu übernehmen, wird häufig der Fokus auf die Art und Weise gelegt, wie die Ungerechtigkeit kommuniziert wird. Dadurch verschiebt sich die Aufmerksamkeit weg vom eigentlichen Problem. Wir finden es entscheidend, Menschen zuzuhören, die Gewalt und Ungerechtigkeit erfahren – unabhängig davon, wie sie diese Erfahrungen artikulieren. Es sollte immer Raum für berechtigte Wut geben. Je mehr wir jedoch unser eigenes Verhalten in Konflikten reflektiert haben, desto mehr wurde uns klar, dass da noch mehr im Spiel ist. Wir haben beobachtet, wie sehr Bestrafung und die Angst vor Bestrafung – tief verankert in unserer Kultur – unser Verhalten in Beziehungen beeinflussen und in Situationen, in denen eine effektivere Konfliktlösung möglich gewesen wäre, zu Verletzungen und Trennung führen. Wir haben das nicht nur in persönlichen Konflikten erlebt, sondern auch, als wir versucht haben, beim Organisieren für Palästina und Collective Liberation zu unerstützen. In Gerechtigkeits-Bewegungen gibt es immer mehr Stimmen, die betonen, wie wichtig es ist, verbindendere und wirkungsvollere Wege der Zusammenarbeit zu finden. Als große Fans der transformativen Magie von Konfliktlösung fühlen wir uns davon angezogen, die zugrundeliegenden Dynamiken von Cancel Culture besser zu verstehen – in uns selbst, in unseren Beziehungen und unseren Bewegungen. Wir nähern uns dem Thema als zwei weiße Deutsche. Das bedeutet, dass wir uns aktuell besonders mit Folgendem beschäftigen: - Wie deutsche Sozialisation unser Konfliktverhalten beeinflusst - Der Prozess, als weiße Deutsche dazu aufzuwachen, zu struktureller Gewalt beizutragen - Die notwendige Shadow Work, um in Movement Spaces nachhaltiger unterstützen zu können
Article: Damien Echols über verkörperte Präsenz
Auf seinem Patreon hat Damien Echols einen Artikel mit dem Titel The Sacred Ordinary: Daily Rituals for Embodied Presence veröffentlicht. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Artikels. "Die meisten Menschen denken bei spiritueller Praxis an etwas, das vom Alltag getrennt ist. Etwas, das man auf einem Kissen, einer Matte oder in einem Tempel tut. Doch die Wahrheit ist: Die kraftvollsten Rituale findet man nicht immer in aufwändigen Zeremonien – sondern im scheinbar Alltäglichen." "In den Traditionen der inneren Alchemie und der zeremoniellen Magie lernen wir, Energie aufzubauen, den Fokus zu lenken und das Selbst zu reinigen. Aber all dieses Training ist bedeutungslos, wenn es sich nicht in den Bereichen zeigt, die dein Leben tatsächlich ausmachen – deine Morgen, deine Mahlzeiten, deine Bewegungen." "Verkörperte Präsenz ist nicht nur eine Idee. Sie ist eine körperliche Erfahrung. Du spürst sie in deinen Knochen. In deinem Atem. In deinen Fingerspitzen. Es ist der Moment, wenn dein Bewusstsein vom Kopf in das Herz sinkt – und noch tiefer – in den Bauch, die Füße, zur Erde." "Es ist eine Art von Aufmerksamkeit, die die Qualität der Zeit verändert, weil sie dich in Einklang mit dem bringt, was wirklich ist: dieser Moment." "Wenn du dich der Präsenz verpflichtest, reagiert die Welt. Anxiety lässt nach. Klarheit nimmt zu. Menschen fühlen sich sicherer in deiner Nähe. Möglichkeiten finden ihren Weg zu dir. Denn du verstreust deine Energie nicht mehr über hundert unbewusste Handlungen. Du sammelst sie, schmiedest sie, wirst mehr als du gestern warst." Damien schlägt kleine Rituale vor, um mehr Bewusstheit in den Moment zu bringen: - Morgendliches Grounding: Den Tag mit Intention starten - Achtsames Trinken: Ein Getränk mit voller Aufmerksamkeit konsumieren
Artikelreihe: Because We Need Each Other
"Because We Need Each Other: Conversations on Cancel Culture" ("Weil wir einander brauchen: Gespräche über Cancel Culture") ist eine Artikelreihe von Erika Sasson, Celia Kutz, Kazu Haga und Shilpa Jain, die auf The Forge und Convergence veröffentlicht wurde. Hier gibt es alle Artikel. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version der Reihe. Zum Artikel "Dieser erste Artikel erzählt unsere Ursprungsgeschichte. Wir waren alle Teil eines Treffens namens „Weil wir einander brauchen“, bei dem 25 Menschen aus den USA zusammenkamen, um sich mit den Auswirkungen eines bestrafenden Musters in linken Räumen auseinanderzusetzen." Die Autor*innen schreiben über die Motivation für das Treffen und betonen, wie wichtig es ist, die Zusammenarbeit in Bewegungen zu verbessern. "Angesichts des tiefgreifenden politischen Moments – mit dem Abbau vieler demokratischer Rechte und Freiheiten – erscheint es wichtiger denn je, unsere Zusammenkünfte auf der linken Seite zu stärken." "Unsere Fähigkeit zur Mobilisierung wird durch unsere Fähigkeit gestärkt, mit Meinungsverschiedenheiten umzugehen und aus Konflikten zurückzukehren." Außerdem teilen sie wichtige Erkenntnisse aus dem Treffen: "Die wichtigste Erkenntnis aus unserem Treffen – über konkrete Handlungsschritte hinaus – war die Macht, Fragen in einem vertrauensvollen Umfeld zu teilen."
Cancel Culture
Wir haben den Begriff Cancel Culture lange abgelehnt, da wir ihn hauptsächlich als eine Ausrede gesehen haben, mit sich Menschen, die mit einem Fehler konfrontiert werden, aus der Verantwortlichkeit ziehen. Dabei wird oft vergessen, dass die Wurzeln dieser Praxis in Black Liberation Movements liegen – dort war das öffentliche Benennen von verletzendem Verhalten ein zentraler Weg, um Gerechtigkeit außerhalb von Systemen einzufordern, die marginalisierte Communities im Stich lassen. Mit der Zeit wurde der Begriff jedoch vereinnahmt und umgedeutet – oft von genau den Menschen in Machtpositionen, die Kritik abwehren wollen. Anstatt Verantwortung für den verursachten Schaden zu übernehmen, wird häufig der Fokus auf die Art und Weise gelegt, wie die Ungerechtigkeit kommuniziert wird. Dadurch verschiebt sich die Aufmerksamkeit weg vom eigentlichen Problem. Wir finden es entscheidend, Menschen zuzuhören, die Gewalt und Ungerechtigkeit erfahren – unabhängig davon, wie sie diese Erfahrungen artikulieren. Es sollte immer Raum für berechtigte Wut geben. In letzter Zeit haben wir allerdings angefangen, unser eigenes Verhalten diesbezüglich zu hinterfragen und wie tief Bestrafung in unserer Kultur verankert ist. Das führt zu Verurteilung und Fingerzeigen in Situationen, in denen eine effektivere Konfliktlösung möglich wäre. Wenn wir uns zu stark auf äußere Sphären der Verantwortung konzentrieren und nicht die nötige innere Arbeit machen, kann das zu Externalisierung und Cancel Culture führen.
Artikel: Damien Echols über den Stein der Weisen
Auf seiner Patreon-Seite hat Damien Echols einen Artikel mit dem Titel What is the Philosopher's Stone? (auf Deutsch: Was ist der Stein der Weisen?) veröffentlicht. Darin beschreibt er, dass der Stein der Weisen, ein legendäres Symbol der westlichen Esoterik, kein physisches Objekt ist. Stattdessen ist der Stein die Präsenz selbst: ein kristallisierter Zustand bewusster Achtsamkeit im Jetzt. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Artikels. Damien schreibt darüber, wie in der mittelalterlichen Alchemie dem Stein der Weisen viele Kräfte nachgesagt wurden: Blei in Gold zu verwandeln, alle Krankheiten zu heilen, Unsterblichkeit zu gewähren, die Seele zu erleuchten und Gegensätze zu vereinen. Dann schreibt er, dass der Stein nicht das ist, was die meisten denken: "Der Stein wird nicht in einem Kolben gefunden oder in einem Ofen geschmiedet. Der Stein ist Präsenz.“ "Er entsteht, wenn dein Bewusstsein kristallisiert. Wenn deine Aufmerksamkeit so tief im Moment verwurzelt ist, so verfeinert durch Übung und Disziplin, dass sie unter Druck nicht mehr zerfällt. Wenn sie nicht mehr zwischen Vergangenheit und Zukunft zerstreut ist, sondern sich vollständig – ganz – im Jetzt sammelt." Damien erklärt weiter, wie all die dem Stein zugeschriebenen Kräfte in Wahrheit Metaphern für Präsenz sind. "Aber hier ist die Wahrheit: Du brauchst kein Labor, um Transmutation zu vollziehen. Du brauchst nur Aufmerksamkeit. Fokussierte, disziplinierte, unerschütterliche Präsenz." "Sitze mit deiner Wut, ohne auszuweichen, und sie wird zu Einsicht.
Präsenz
Im Jetzt sein. Nicht gedanklich zwischen Vergangenheit und Zukunft hin- und herreisen, sondern zu 100% im gegenwärtigen Moment präsent sein. - Meditation - Kreativer Ausdruck, z.B. durch Malen - Bewegung, z.B. Tanzen - Minimierung äußerer Reize, z.B. durch Low Dopamin Mornings - Deep Listening <Image src="/img/presence-depth.jpg" width="1280" height="956"
Meine aktuelle Morgenroutine
Ich habe mir für den Juli vorgenommen, wieder mit einer strukturierteren Morgenroutine zu experimentieren. Bisher gibt es mir viel Energie und ich fühle mich mehr im Flow. Um zu tracken, wie sich die Routine mit der Zeit verändert, will ich hier ab und zu darüber schreiben. Vorweg: Ich versuche über den ganzen Zeitraum nicht aufs Handy bzw. jede Art von Notifications und Input zu schauen. Diese Methode wird Low Dopamine Morning genannt und sie hat mir bisher sehr geholfen, erst mal bei mir selbst zu bleiben, bevor ich mich für die Außenwelt öffne. Hier ein Post, in dem ich mehr darüber schreibe: Bei mir ankommen. Meine aktuelle Morgenroutine: - Vor dem Aufstehen - Traum-Tagebuch - Dankbarkeits-Tagebuch - Life Beyond Suffering - Countdown Meditation - Nach dem Aufstehen
Affirmationen
Affirmationen sind kurze, positive Aussagen, die dabei helfen, gewünschte Glaubenssätze und Intentionen zu stärken. Durch regelmäßiges Wiederholen beeinflussen sie, wie unser Bewusstsein uns selbst und die Welt wahrnimmt. Da Affirmationen typischerweise dazu genutzt werden, Gedanken und Wahrnehmungen in eine positive Richtung zu lenken, können sie als Light Work verstanden werden. - Wähle eine Affirmation, die einen Glaubenssatz, eine Intention oder eine Eigenschaft widerspiegelt, die du stärken möchtest - Halte sie kurz, im Präsens und positiv (z. B. „Ich bin eine Quelle der Ruhe, Kraft und Hoffnung.“) - Wiederhole sie regelmäßig Es ist auch möglich, aus einer Affirmation ein Mantra zu kreieren und es immer wieder zu wiederholen, zum Beispiel singend. Affirmationen sind nicht nur auf individueller Ebene relevant. Wir sind überzeugt, dass es für das Kollektiv sehr wichtig ist, sie zu nutzen, um uns gemeinsam eine bessere Zukunft vorzustellen. Mögen unsere Affirmationen so gewagt sein, wie unsere Vorstellungskraft es erlaubt <Image src="/img/affirmations-imagination.jpg"
Dankbarkeits-Tagebuch
Ein Dankbarkeits-Tagebuch ist eine Form von Tagebuch, in dem regelmäßig Dinge notiert werden, für die wir dankbar sind. Indem wir selbst kleine Momente von Freude, Verbindung oder Schönheit wahrnehmen und aufschreiben, trainieren wir unser Bewusstsein, unsere Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was funktioniert, statt auf das, was fehlt. Mit der Zeit kann diese Light Work Übung unsere Wahrnehmung verändern und zu tieferer Wertschätzung für das alltägliche Leben führen. Schreibe auf ein Blatt Papier Dinge auf, für die du dankbar bist. Beginne die Sätze so: - "Ich liebe..." - "Ich liebe es, wenn..." - "Ich bin dankbar für..." - "Ich bin so dankbar für..." Wir empfehlen, explizite Beispiele zu benutzen, die dabei helfen, Dankbarkeit wirklich zu fühle. Statt "Ich liebe die Natur" zum Beispiel "Ich liebe den Geruch von Waldboden an einem schönen Sommertag". - Medium: Dankbarkeit kann Teil einer größeren Tagebuch-Praxis sein (zum Beispiel in Life Beyond Suffering) oder in einem eigenen Container stattfinden. Wir nutzen beide ein separates Notizbuch nur für Dankbarkeit. - Andere Emotionen: Wir haben festgestellt, dass es manchmal hilft, auch andere Emotionen zwischen den Zeilen über Dankbarkeit aufzuschreiben. Wenn wir traurig sind, kann es sich erleichternd anfühlen, auch mal zu notieren: „Ich bin traurig, weil...“, anstatt es zu ignorieren und "so zu tun", als sei alles in Ordnung.