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Eine chronologische Ansicht aller Updates und Änderungen auf tender.garden.
23. Juli 2025
6 Updates
Artikel: Hanna Williams über Cancel Culture und Konflikte
In ihrem Newsletter und in einem Video auf Instagram teilt Hanna Williams Gedanken zu Cancel Culture und der Wichtigkeit, das Unbehagen von Konfliktlösung aushalten zu lernen. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Artikels. Hanna erklärt, warum Konfliktlösungs-Skills so wichtig für den Aufbau von Community sind: "Ich sehe so viele Menschen, die behaupten, sie wollen in Gemeinschaft leben, sie wollen sich mit ihrem Freundeskreis und ihrem Umfeld verbunden fühlen – aber sie zeigen immer wieder, dass ihnen die eine Fähigkeit fehlt, die eine Gemeinschaft wirklich stark macht: Konflikt." "Konfliktfähigkeiten, die auf Lösung ausgerichtet sind, auf das Wiederherstellen von Verbindung und auf das Schaffen stärkerer Beziehungen, in denen jede individuelle Perspektive gewürdigt und berücksichtigt wird." Konflikte gut auszutragen erfordert, präsent zu sein mit dem Unbehagen, unterschiedliche Perspektiven zu hören: "Es bringt viele intensive Gefühle mit sich. Tatsächlich ist eine der wesentlichen Eigenschaften, die es braucht, um Konflikte gut zu meistern, eine Toleranz gegenüber Unbehagen – eine Toleranz für starke innere Reaktionen –, weil das einfach dazugehört." "Selbst in den besten Beziehungen ruft es große Emotionen hervor und erfordert die tiefe Fähigkeit, unseren eigenen Kram beiseitezulegen und anderen wirklich zuzuhören. Aus dem eigenen Kopf heraus- und ins Herz der anderen hineinzukommen." Sie beschreibt, wie die innerbewegliche Cancel Culture, wie man sie in vielen linken Räumen beobachten kann, eine Form der Konfliktvermeidung sein kann: "Und meine Sicht ist, dass diese Besessenheit davon, das perfekte zu sagen oder zu tun – etwas, das sich in die politische Linke eingeschlichen hat – eigentlich eine Form von Konfliktvermeidung ist."
Artikelreihe: Because We Need Each Other
"Because We Need Each Other: Conversations on Cancel Culture" ("Weil wir einander brauchen: Gespräche über Cancel Culture") ist eine Artikelreihe von Erika Sasson, Celia Kutz, Kazu Haga und Shilpa Jain, die auf The Forge und Convergence veröffentlicht wurde. Hier gibt es alle Artikel. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version der Reihe. Zum Artikel "Dieser erste Artikel erzählt unsere Ursprungsgeschichte. Wir waren alle Teil eines Treffens namens „Weil wir einander brauchen“, bei dem 25 Menschen aus den USA zusammenkamen, um sich mit den Auswirkungen eines bestrafenden Musters in linken Räumen auseinanderzusetzen." Die Autor*innen schreiben über die Motivation für das Treffen und betonen, wie wichtig es ist, die Zusammenarbeit in Bewegungen zu verbessern. "Angesichts des tiefgreifenden politischen Moments – mit dem Abbau vieler demokratischer Rechte und Freiheiten – erscheint es wichtiger denn je, unsere Zusammenkünfte auf der linken Seite zu stärken." "Unsere Fähigkeit zur Mobilisierung wird durch unsere Fähigkeit gestärkt, mit Meinungsverschiedenheiten umzugehen und aus Konflikten zurückzukehren." Außerdem teilen sie wichtige Erkenntnisse aus dem Treffen: "Die wichtigste Erkenntnis aus unserem Treffen – über konkrete Handlungsschritte hinaus – war die Macht, Fragen in einem vertrauensvollen Umfeld zu teilen."
Artikel: Damien Echols über Spirituelles Ego
Auf seiner Patreon-Seite hat Damien Echols einen Artikel mit dem Titel The Shadow Fed by Light: How Magick Can Inflate the Ego (Der Schatten gefüttert von Licht: Wie Magick das Ego aufblähen kann) veröffentlicht. Dieses Phänomen wird oft als spirituelles Ego bezeichnet. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Artikels. "Macht – echte Macht – verstärkt nicht nur das Heilige. Sie verstärkt alles." "Magick unterscheidet nicht. Sie ist keine moralische Kraft. Sie ist ein Werkzeug. Und wenn du Chi oder Spiritus aufnimmst oder einen planetaren Strom beschwörst, füllt das nicht nur die Teile in dir, die du wachsen lassen willst. Es füllt dich ganz aus. Jede Kammer. Jeden Riss." "Die Energie lügt nicht. Sie fließt einfach. Und wenn du dir der Strukturen, in die sie fließt, nicht bewusst bist, verstärkst du womöglich genau die Illusionen, die du eigentlich überwinden willst." "Du wirst das anfangs auf subtile Weise bemerken. Ein wenig mehr Selbstgefälligkeit. Ein schärferer Ton in deinen Online-Posts. Die schleichende Überzeugung, dass du weiter bist als andere." "Niemand kommt in der Magie weit, ohne diesem Schatten früher oder später zu begegnen. Und die, die wirklich weit kommen? Das sind diejenigen, die lernen, sich zu verneigen – nicht vor äußeren Göttern, sondern vor der Arbeit selbst. Sie verstehen, dass je mehr Macht du kanalisiert, desto mehr Verantwortung du trägst – nicht nur in der Welt, sondern auch in dir." "Deshalb sind Erdungspraktiken – Zazen, Kampfkünste, täglicher Dienst, Kaizen – nicht optional." "Und mehr als alles andere ist es deshalb wichtig, sich selbst zu beobachten. Achte auf deinen Ton. Deinen Impuls zu korrigieren. Den Teil in dir, der sich beleidigt fühlt, wenn jemand deine Erkenntnisse nicht anerkennt. Das sind keine Makel, für die man sich schämen sollte – es sind Signale. Sie zeigen dir, wo die Energie ins Ego statt in die Seele fließt."
Artikel: Damien Echols über den Geist des Kriegers
Auf seinem Patreon hat Damien Echols einen Artikel mit dem Titel The Warrior’s Mind: Discipline as a Sacred Fire (Der Geist des Kriegers: Disziplin als heiliges Feuer) veröffentlicht. Er verwendet das Bild des Kriegers, um zu zeigen, wie alltägliche Disziplin eine zentrale Fähigkeit auf dem Weg der Transformation ist, einschließlich: Selbstbeherrschung, Sinn (Purpose), emotionaler Resilienz, Präsenz, Demut, Einsatz und Integrität, Stille und Alleinsein. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Artikels. "Menschen glauben, Krieger würden im Kampf geschmiedet. Doch in Wahrheit offenbart der Kampf nur die Schneide, die du bereits geschärft hast." "Ich habe Käfige aus Beton erlebt – und Käfige aus Bequemlichkeit." "Was also definiert den Geist eines wahren Kriegers? Es ist nicht Aggression. Es ist nicht Furchtlosigkeit. Es ist nicht Dominanz. Es ist Klarheit. Disziplin. Präsenz. Sinn." Und das geschieht nicht einfach so. Du kultivierst es – jeden Tag. "Selbstbeherrschung bedeutet nicht Bestrafung. Sie bedeutet Souveränität. Die Fähigkeit, deinen eigenen Geist, Körper und deine Emotionen zu beherrschen. Zu trainieren, wenn du müde bist. Mit Bedacht zu sprechen, wenn du wütend bist. Ehrenhaft zu handeln, wenn es niemand mitbekommt."
Intention
Etwas mit Intention zu machen bedeutet, dabei präsenter zu sein. In vielen Light Work Übungen gibt es die Praxis, eine Intention zu setzen.
Stream of Consciousness Writing
Die Technik des Stream of Consciousness Writing (auf Deutsch in etwa: Bewusstseinsstrom-Schreiben) hilft dabei, Zugang zum Unbewussten zu finden, indem man alles aufschreibt, was einem in den Sinn kommt, idealerweise ohne den Filter des bewussten Denkens. Ziel ist es, sich auf das freie Schreiben zu konzentrieren, ohne den Inhalt infrage zu stellen. Diese Technik kann in vielerlei Hinsicht hilfreich sein, unter anderem: - Zur Verarbeitung von Emotionen, z. B. beim Schreiben über Trauer oder Wut - Für Shadow Work und die Kommunikation mit dem Unbewussten - Zur Arbeit mit Intentionen und Visionen, zum Beispiel beim Zukunfts-Journaling Einige Dinge können das Stream of Consciousness Writing erleichtern: - Versetze dich in einen entspannten Zustand, der dir erlaubt, ohne Überdenken zu schreiben. Zum Beispiel kann eine Form von Meditation oder eine Embodiment-Übung hilfreich sein. - Setze eine Intention, bevor du mit dem Schreiben beginnst. Das kann Teil der Meditation sein oder ein Schritt direkt davor, etwa mit Hilfe eines Impulses/Prompts. - Du kannst einen Timer stellen (z. B. 10 Minuten) und versuchen, bis zum Ende ununterbrochen zu schreiben.
22. Juli 2025
3 Updates
Artikel: Hanna Williams über Cancel Culture und Konflikte
In ihrem Newsletter und in einem Video auf Instagram teilt Hanna Williams Gedanken zu Cancel Culture und der Wichtigkeit, das Unbehagen von Konfliktlösung aushalten zu lernen. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Artikels. Hanna erklärt, warum Konfliktlösungs-Skills so wichtig für den Aufbau von Community sind: "Ich sehe so viele Menschen, die behaupten, sie wollen in Gemeinschaft leben, sie wollen sich mit ihrem Freundeskreis und ihrem Umfeld verbunden fühlen – aber sie zeigen immer wieder, dass ihnen die eine Fähigkeit fehlt, die eine Gemeinschaft wirklich stark macht: Konflikt." "Konfliktfähigkeiten, die auf Lösung ausgerichtet sind, auf das Wiederherstellen von Verbindung und auf das Schaffen stärkerer Beziehungen, in denen jede individuelle Perspektive gewürdigt und berücksichtigt wird." Konflikte gut auszutragen erfordert, präsent zu sein mit dem Unbehagen, unterschiedliche Perspektiven zu hören: "Es bringt viele intensive Gefühle mit sich. Tatsächlich ist eine der wesentlichen Eigenschaften, die es braucht, um Konflikte gut zu meistern, eine Toleranz gegenüber Unbehagen – eine Toleranz für starke innere Reaktionen –, weil das einfach dazugehört." "Selbst in den besten Beziehungen ruft es große Emotionen hervor und erfordert die tiefe Fähigkeit, unseren eigenen Kram beiseitezulegen und anderen wirklich zuzuhören. Aus dem eigenen Kopf heraus- und ins Herz der anderen hineinzukommen." Sie beschreibt, wie die innerbewegliche Cancel Culture, wie man sie in vielen linken Räumen beobachten kann, eine Form der Konfliktvermeidung sein kann: "Und meine Sicht ist, dass diese Besessenheit davon, das perfekte zu sagen oder zu tun – etwas, das sich in die politische Linke eingeschlichen hat – eigentlich eine Form von Konfliktvermeidung ist."
Verletzlichkeit
Sich in einer Welt voller Gewalt und Konfliktvermeidung dafür zu entscheiden, weich und verletzlich zu bleiben, ist ein kraftvoller Akt. Präsent mit der eigenen Verletzlichkeit zu sein, ermöglicht tiefere Verbindung.
Artikelreihe: Because We Need Each Other
"Because We Need Each Other: Conversations on Cancel Culture" ("Weil wir einander brauchen: Gespräche über Cancel Culture") ist eine Artikelreihe von Erika Sasson, Celia Kutz, Kazu Haga und Shilpa Jain, die auf The Forge und Convergence veröffentlicht wurde. Hier gibt es alle Artikel. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version der Reihe. Zum Artikel "Dieser erste Artikel erzählt unsere Ursprungsgeschichte. Wir waren alle Teil eines Treffens namens „Weil wir einander brauchen“, bei dem 25 Menschen aus den USA zusammenkamen, um sich mit den Auswirkungen eines bestrafenden Musters in linken Räumen auseinanderzusetzen." Die Autor*innen schreiben über die Motivation für das Treffen und betonen, wie wichtig es ist, die Zusammenarbeit in Bewegungen zu verbessern. "Angesichts des tiefgreifenden politischen Moments – mit dem Abbau vieler demokratischer Rechte und Freiheiten – erscheint es wichtiger denn je, unsere Zusammenkünfte auf der linken Seite zu stärken." "Unsere Fähigkeit zur Mobilisierung wird durch unsere Fähigkeit gestärkt, mit Meinungsverschiedenheiten umzugehen und aus Konflikten zurückzukehren." Außerdem teilen sie wichtige Erkenntnisse aus dem Treffen: "Die wichtigste Erkenntnis aus unserem Treffen – über konkrete Handlungsschritte hinaus – war die Macht, Fragen in einem vertrauensvollen Umfeld zu teilen."
21. Juli 2025
10 Updates
Artikel: Damien Echols über Souveränität
Auf seinem Patreon hat Damien Echols einen Artikel mit dem Titel Sovereignty (Souveränität) veröffentlicht. Darin geht es um Königtum als Metapher für Macht von innen, nicht Macht über andere. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Artikels. "Königtum im esoterischen Sinn bedeutet nicht Macht über andere. Es bedeutet Souveränität – die Herrschaft über das innere Reich. Ein wahrer König hat nicht die Welt erobert, sondern das Selbst." "Die Krone wird nicht vergeben. Sie wird durch Opfer, Disziplin und Transmutation verdient. Deshalb geht dem Königtum immer das Werk voraus. Man bekommt die Krone nicht, ohne durchs Feuer gegangen zu sein." "Selbst in der Bibel, als Jesus beschuldigt wurde, den Königstitel zu beanspruchen, war das nicht nur ein politischer Vorwurf – es war ein metaphysischer. Man fürchtete keinen Aufstand, sondern einen Mann, dessen innere Autorität ihn unempfänglich für äußere Kontrolle machte. Er war souverän auf eine Weise, die alle Systeme bedrohte, die auf Angst und Abhängigkeit basieren." "In der Magie sprechen wir davon, „König deines Reiches zu werden“. Das bedeutet keine egozentrische Herrschaft – es bedeutet, volle Verantwortung für deine Energie, deine Gedanken, deine Handlungen und deinen Weg zu übernehmen." "Kein Schuldzuweisen mehr. Kein Warten auf Rettung. Kein Dienen falscher Herrschenden – ob innerlich oder äußerlich. Der wahre König dient dem göttlichen Funken in sich, und sonst nichts."
Artikel: What Love Isn't von Yung Pueblo
In What Love Isn't (Was Liebe nicht ist) schreibt Yung Pueblo darüber, dass Attachment der "größte Feind der Liebe" sei. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Artikels. "Der größte Feind der Liebe ist Anhaftung. Warum? Weil sie versucht, sich als Liebe zu tarnen. Es gibt eine Ähnlichkeit zwischen Nähe und Klammern, die den Geist leicht verwirren kann." "Eine Angst vor Verlust oder das Verlangen nach Kontrolle erzeugt die Art von Klammern, die versucht, eine andere Person mit Anspannung festzuhalten." "Anhaftung ist im Wesentlichen eine Weigerung, sich mit Veränderung abzufinden; ein Versuch, die Dinge gleich zu halten oder unter Kontrolle zu bringen." "Liebe soll auf Freiheit basieren. Anhaftung ist eine gegensätzliche Kraft zur Freiheit; sie versucht, die Dinge gleich zu halten, während Freiheit versteht, dass Veränderung letztlich gut ist." "Anhaftung erschafft Bilder in deinem Geist von dem, was du am meisten begehrst, und lenkt deine Energie darauf, diese in der äußeren Welt zu erschaffen und aufrechtzuerhalten." "Wir können uns in die Idee verlieben, die wir von jemandem haben, und immer wenn die Realität dieser Person von dem Bild in unserem Kopf abweicht, fürchten wir die Dissonanz und kämpfen dagegen an." "Anhaftung wird von unseren Liebsten verlangen, gleich zu bleiben, aber das ist unmöglich, wenn der Fluss des Daseins unaufhörlich weiterfließt."
Attachment
Attachment (Anhaftung) bedeutet, dass wir Dinge versuchen zu kontrollieren, so zu bleiben wie sie sind (oder wie die Idee, die wir von ihnen im Kopf haben). Die Praxis des Non-Attachment versucht, Schritt für Schritt Verlangen, Erwartungen und Idealisierungen loszulassen. "Anhaftung ist im Wesentlichen eine Weigerung, sich mit Veränderung abzufinden; ein Versuch, die Dinge gleich zu halten oder unter Kontrolle zu bringen." – Yung Pueblo in What Love Isn't
Free Palestine
Wie können wir dazu beitragen, die Gewalt zu beenden, der Palästinenser*innen ausgesetzt sind, und Druck auf unsere Regierungen ausüben, damit sie nicht länger die Unterdrückung und den Genozid unterstützen? Unser Fokus lag in den letzten zwei Jahren hauptsächlich auf dem Außen: Wir haben versucht, die Aufmerksamkeit auf Palästina zu lenken und Stimmen zu verstärken – mit dem Ziel, mehr Menschen dazu zu bewegen, sich gegen die Schrecken der israelischen Gewalt gegen das palästinensische Volk zu erheben und laut zu werden. Da wir in Deutschland sozialisiert wurden, bedeutet das für uns konkret, die Shadow Work zu machen und unseren eigenen antipalästinensischen und antiarabischen Rassismus zu erkennen und mit anderen Deutschen darüber zu sprechen, insbesondere auch über verzerrte Darstellung in deutschen Medien und staatliche Repression gegenüber Palästina-Solidarität. Es findet eine Verschiebung in der öffentlichen Wahrnehmung statt, der zeigt: Laut bleiben wirkt! Trotzdem konzentrieren wir uns noch immer stark darauf, andere Menschen zum Mitmachen zu bewegen, anstatt uns effektiver gemeinsam zu organisieren. Mit kollektiver Macht können wir nachhaltigere Strukturen aufbauen und Druck auf Menschen in Machtpositionen ausüben. Deshalb wollen wir unsere Energie künftig stärker auf innere Arbeit richten und den Widerstand stärken – zum Beispiel durch Konfliktlösung.
Gaza Genozid
Während das Wort Genozid im Zusammenhang mit Palästina bis 2025 im Westen weitgehend unterdrückt wurde, äußern sich immer mehr Genozidforscher\innen und Menschenrechtsexpert\innen zunehmend deutlich: - Die International Association of Genocide Scholars hat in einer Resolution bekannt gegeben, dass Israels Politik und Vorgehen in Gaza die rechtliche Definition von Völkermord gemäß Artikel II der Konvention der Vereinten Nationen des Übereinkommens über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes erfüllen. - Die UN-Sonderberichterstatterin für die Menschenrechtssituation in den seit 1967 besetzten palästinensischen Gebieten, Francesca Albanese, bezeichnet Israel als ein siedler-koloniales Projekt und hebt Unternehmen hervor, die „von Israels Ökonomie der illegalen Besatzung, der Apartheid und nun des Genozids profitiert haben.“ - Amnesty International kommt zu dem Schluss, dass „_Israel einen Genozid an Palästinenser\*innen im Gazastreifen begeht.“ - Human Rights Watch veröffentlichte im Dezember 2024 einen Report mit dem Titel "Extermination and Acts of Genocide" ("Vernichtung und Handlungen eines Völkermords"). - Omer Bartov, Professor für Holocaust- und Genozidstudien an der Brown University, schrieb in der New York Times den Artikel I’m a Genocide Scholar. I Know It When I See It.: „Meine unausweichliche Schlussfolgerung ist, dass Israel einen Genozid am palästinensischen Volk begeht. Ich bin in einem zionistischen Zuhause aufgewachsen, habe die erste Hälfte meines Lebens in Israel gelebt, in der israelischen Armee als Soldat und Offizier gedient und den Großteil meiner Karriere mit der Erforschung und Dokumentation von Kriegsverbrechen und des Holocaust verbracht. Diese Erkenntnis war schmerzhaft und ich habe mich ihr so lange wie möglich widersetzt. Aber ich lehre seit einem Vierteljahrhundert über Genozide. Ich erkenne einen, wenn ich ihn sehe.“ Israelische Militärbeamte haben der New York Times gesagt, dass es keine Beweise dafür gibt, dass die Hamas systematisch Hilfsgüter stiehlt, die für die Bevölkerung in Gaza bestimmt sind. "Es ist nicht unsere Schuld. Die Hamas stiehlt das Essen_" ist eine Lüge, die in den letzten zwei Jahren immer wieder genutzt wurde, um Israels gezielte Aushungerung der Palästinenser\*innen in Gaza zu rechtfertigen.
Konfliktvermeidung
Konfliktvermeidung (conflict avoidance) bedeutet, Strategien (bewusst oder unbewusst) zu benutzen, um Konfliktlösung und die mit ihr verbundene Verletzlichkeit zu umgehen. Zu oft übergeben wir die Konfliktlösung an Hierarchien.
Liebe
"Das Wort ‚Liebe‘ wird am häufigsten als Substantiv definiert, doch alle klugen Theoretiker*innen der Liebe erkennen an, dass wir alle besser lieben würden, wenn wir es als Verb verwenden würden." – bell hooks in All About Love "Indem wir stets damit beginnen, Liebe als Handlung und nicht als Gefühl zu betrachten, übernimmt jede Person, die das Wort auf diese Weise verwendet, automatisch Verantwortlichkeit und Verantwortung._" – bell hooks in All About Love
Buch: All About Love
All About Love ist ein bekanntes Buch von bell hooks. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Buchs. "Um unsere Herzen dem Vermögen und der Gnade der Liebe stärker zu öffnen, müssen wir den Mut haben anzuerkennen, wie wenig wir über Liebe sowohl in der Theorie als auch in der Praxis wissen." "_Das Wort ‚Liebe‘ wird am häufigsten als Substantiv definiert, doch alle klugen Theoretiker*innen der Liebe erkennen an, dass wir alle besser lieben würden, wenn wir es als Verb verwenden würden." "Indem wir stets damit beginnen, Liebe als Handlung und nicht als Gefühl zu betrachten, übernimmt jede Person, die das Wort auf diese Weise verwendet, automatisch Verantwortlichkeit und Verantwortung." "Einer der wichtigsten sozialen Mythen, den wir entkräften müssen, wenn wir eine liebevollere Kultur werden wollen, ist der, der Eltern lehrt, dass Missbrauch und Vernachlässigung gemeinsam mit Liebe existieren können." "Viele Menschen lernen bereits in der Kindheit zu lügen. Meistens beginnen sie zu lügen, um Bestrafung zu entgehen oder einen Erwachsenen nicht enttäuschen oder verletzen zu müssen." "In viel zu vielen Fällen werden Kinder bestraft, weil sie aufrichtig auf eine Frage antworten, die ihnen eine erwachsene Autoritätsperson gestellt hat." "Wenn wir die Gedanken, Überzeugungen und Gefühle eines anderen Menschen hören, fällt es uns schwerer, auf sie unsere eigenen Wahrnehmungen darüber zu projizieren, wer sie sind." "Jedes Erwachen zur Liebe ist ein spirituelles Erwachen."
Spirituelles Ego
Spirituelles Ego is das Phänomen, wenn die spirituelle Praxis und die von ihr ausgelöste Ermächtigung dazu führt, dass das Ego aufgebläht wird. "Die Energie lügt nicht. Sie fließt einfach. Und wenn du dir der Strukturen, in die sie fließt, nicht bewusst bist, verstärkst du womöglich genau die Illusionen, die du eigentlich überwinden willst." – Damien Echols in The Shadow Fed by Light Shadow Work hilft, diese Teile des Selbst zu integrieren.
Awe Walk
In seinem Buch Awe beschreibt Dacher Keltner eine Übung namens Awe Walk. Es handelt sich um eine Form der Gehmeditation mit dem Ziel, das Gefühl Awe (Ehrfurcht, Staunen) hervorzurufen und zu vertiefen, indem man sich bewusst der Natur und der Umgebung öffnet. Mach einen Spaziergang und: - Versuche, deine Umgebung mit frischen Augen zu sehen (fühlen, hören, riechen ...), als wärst du ein Kind, das die Welt zum ersten Mal entdeckt. Versuche, ein ein kindliches Staunen zu kultivieren. - Wähle neue Wege und setze dich neuen Eindrücken aus. Wenn du immer am gleichen Ort unterwegs bist, nimm dir vor, jedes Mal etwas Neues zu entdecken, das dir bisher nicht aufgefallen ist. Wir haben außerdem gute Erfahrungen damit gemacht, bei dem Spaziergang ein Mantra zu singen, das uns dabei hilft, im Moment zu bleiben und unsere Umgebung wertzuschätzen. Besonders Om Dzambhala Dzalendhraye Soha hat uns da schon schöne Erfahrungen beschert. In einer Studie schickten Forschende zwei Gruppen über acht Wochen regelmäßig auf Spaziergänge. Eine Gruppe sollte gezielt Awe Walks machen, während die Kontrollgruppe keine besonderen Anweisungen erhielt – sie sollten einfach nur spazieren. In Awe hebt Keltner drei Effekte hervor, die in der Studie beobachtet wurden: - Je häufiger Menschen Awe Walks unternahmen, desto mehr Awe erlebten sie im Laufe der Zeit. Ehrfurcht ist eine Emotion, die man durch Übung kultivieren und mit Wiederholung intensiver erfahren kann. - Je mehr Ehrfurcht die Teilnehmenden empfanden, desto weniger berichteten sie über Angst- und Depressionssymptome im Alltag. Sie gaben auch eine höhere Lebenszufriedenheit an. - Die Teilnehmenden sollten nach jedem Spaziergang ein Selfie machen. Im Laufe der Zeit wurde bei der Awe Walk-Gruppe das eigene Gesicht auf den Fotos im Verhältnis zur Umgebung kleiner. Bei der Kontrollgruppe blieb dieses Verhältnis unverändert.