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Eine chronologische Ansicht aller Updates und Änderungen auf tender.garden.

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2. Oktober 2025

3 Updates

Konzept2 Erwähnungen

Sphären der Verantwortung

Sphären der Verantwortung (Spheres of Responsibility) ist ein Framework, das die verschiedenen Ebenen des Lebens abbildet, in denen wir Verantwortung tragen. Es hilft zu verstehen, wie alle Ebenen miteinander verbunden sind und sich vom Selbst nach außen ausdehnen. Alternative Namen: Innere Arbeit, Kern Verantwortung in dieser Sphäre zu übernehmen bedeutet, uns bewusst zu machen, wie unsere innere Welt einen Einfluss darauf hat, wie wir in der äußeren Welt auftreten.

Aktualisiert15. Oktober 2025
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Konzept6 Erwähnungen

Cancel Culture

Wir haben den Begriff Cancel Culture lange abgelehnt, da wir ihn hauptsächlich als eine Ausrede gesehen haben, mit sich Menschen, die mit einem Fehler konfrontiert werden, aus der Verantwortlichkeit ziehen. Dabei wird oft vergessen, dass die Wurzeln dieser Praxis in Black Liberation Movements liegen – dort war das öffentliche Benennen von verletzendem Verhalten ein zentraler Weg, um Gerechtigkeit außerhalb von Systemen einzufordern, die marginalisierte Communities im Stich lassen. Mit der Zeit wurde der Begriff jedoch vereinnahmt und umgedeutet – oft von genau den Menschen in Machtpositionen, die Kritik abwehren wollen. Anstatt Verantwortung für den verursachten Schaden zu übernehmen, wird häufig der Fokus auf die Art und Weise gelegt, wie die Ungerechtigkeit kommuniziert wird. Dadurch verschiebt sich die Aufmerksamkeit weg vom eigentlichen Problem. Wir finden es entscheidend, Menschen zuzuhören, die Gewalt und Ungerechtigkeit erfahren – unabhängig davon, wie sie diese Erfahrungen artikulieren. Es sollte immer Raum für berechtigte Wut geben. In letzter Zeit haben wir allerdings angefangen, unser eigenes Verhalten diesbezüglich zu hinterfragen und wie tief Bestrafung in unserer Kultur verankert ist. Das führt zu Verurteilung und Fingerzeigen in Situationen, in denen eine effektivere Konfliktlösung möglich wäre. Wenn wir uns zu stark auf äußere Sphären der Verantwortung konzentrieren und nicht die nötige innere Arbeit machen, kann das zu Externalisierung und Cancel Culture führen.

Aktualisiert20. Oktober 2025
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Konzept33 Erwähnungen

Verantwortung

Für uns bedeutet die Übernahme von Verantwortung zu erkennen, welche Aspekte des Lebens wir wirklich beeinflussen und kontrollieren können. Es ist eine Praxis der inneren Ausrichtung und Eigenständigkeit. Das bedeutet für uns auch, genug Raum für andere zu lassen, selbst Verantwortung für ihre eigenen Entscheidungen und ihr Verhalten zu übernehmen. Wir merken immer mehr, dass wir andere Menschen nicht dazu bringen können, sich auf eine bestimmte Weise zu verhalten. Wir können niemanden kontrollieren – und wir sollten es auch nicht wollen. Durch Shadow Work können wir lernen, wie unsere unbewussten Muster in das Kollektiv hineinwirken. Verantwortung zu übernehmen bedeutet dann, Verantwortlichkeit zu praktizieren, wenn wir mit dem Schaden konfrontiert werden, den wir möglicherweise verursacht haben.

Aktualisiert20. Oktober 2025
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26. September 2025

15 Updates

Konzept6 Erwähnungen

Alchemie

Transmutation Solve et coagula "The basic formula for profound alchemical change is solve et coagula, which means: to first utterly dissolve (solve) an existing form and then to carefully bring the dissolved and purified elements together again (coagula) in a whole new, more potent and finely organized, permutation."

Erstellt26. September 2025
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Konzept2 Erwähnungen

Collective Liberation in this Lifetime

Collective Liberation in diesem Leben ist möglich. Es ist eine selbsterfüllende Prophezeiung, die aktiviert wird, wenn genug von uns daran glauben und bereit sind, Verantwortung für unseren Anteil der Arbeit zu übernehmen. Collective Liberation in This Lifetime ist eine Affirmation, die unsere gemeinsame Vorstellungskraft erweitert.

Erstellt26. September 2025
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Konzept5 Erwähnungen

Mentaler Zustand

Unser mentaler Zustand hat großen Einfluss darauf, wie wir die äußere Welt wahrnehmen und worauf wir unsere Aufmerksamkeit richten. Jeder Zustand ist vorübergehend, auch wenn es sich manchmal wie eine Ewigkeit anfühlt. Es hilft, den aktuellen Zustand anzuerkennen, ohne uns dafür zu verurteilen. Es hat uns geholfen, an den folgenden Elementen zu arbeiten. Jedes hat seine eigenen Praktiken, die wir weiter unten genauer anschauen: - Achtsamkeit: Unseren Zustand wahrnehmen. - Akzeptanz: Mit unserem Zustand sitzen. - Veränderung: Die Kontrolle unseres Zustands wieder in die Hand nehmen. Meditation hilft uns, uns unseres mentalen Zustands bewusster zu werden. Das „Aufwachen“, das wir während der Meditation üben, hilft uns, Muster zu erkennen und unseren Zustand im Laufe der Zeit leichter zu erkennen (und zu steuern). Wenn wir versuchen, mit unserem aktuellen Zustand präsent zu sein, statt ihn zu versuchen schnell zu verändern, kann das eine große Auswirkung darauf haben, wie viel Macht wir ihm zuschreiben. Die volle Akzeptanz unseres Zustands führt zu Transmutation. Wir können Tools nutzen, um unsere Aufmerksamkeit von unserem aktuellen Zustand wegzulenken. Es ist jedoch wichtig, ihn zuerst zu erkennen und nicht zu versuchen, ihn zu unterdrücken. - Lachen, z.B. etwas schauen

Erstellt26. September 2025
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Konzept3 Erwähnungen

Golem Effekt

Der Golem Effect sagt aus, dass negative Projektion eine selbsterfüllende Prophezeiung sein kann. When wir anderen Menschen misstrauen und von einer schlechten Absicht ausgehen, hat das einen Effekt, wie sie auf uns reagieren. Gegenteil: Pygmalion Effekt Wenn wir merken, dass wir in den Golem Modus gehen, ist es hilfreich, das zu beobachten, ohne uns dafür zu verurteilen. Es ist bloß eine Reflektion unseres aktuellen inneren Zustands. Normalerweise hilft es, sich etwas zurückzuziehen und Alleinzeit zu verbringen und präsent zu sein mit allem, was aufkommt. Später können wir dann unsere Aufmerksamkeit z.B. durch Dankarkeits-Tagebuch verschieben.

Aktualisiert26. September 2025
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Konzept5 Erwähnungen

Pygmalion Effekt

Der Pygmalion Effekt sagt aus, dass Vertrauen eine selbsterfüllende Prophezeiung sein kann. Wenn wir bei anderen Menschen von einer guten Intention ausgehen und sie mit liebenden Augen sehen, verändert das, wie sie auf uns reagieren. Indem wir Verantwortung für unseren inneren Zustand und wie wir andere sehen übernehen, können wir verändern, wie die Welt mit uns interagiert. ✨ Trust is magic ✨ Gegenteil: Golem Effekt "Wenn du den Menschen vertraust, werden sie vertrauenswürdig." – adrienne maree brown in Emergent Strategy

Aktualisiert26. September 2025
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Article: Damien Echols über verkörperte Präsenz

Auf seinem Patreon hat Damien Echols einen Artikel mit dem Titel The Sacred Ordinary: Daily Rituals for Embodied Presence veröffentlicht. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Artikels. "Die meisten Menschen denken bei spiritueller Praxis an etwas, das vom Alltag getrennt ist. Etwas, das man auf einem Kissen, einer Matte oder in einem Tempel tut. Doch die Wahrheit ist: Die kraftvollsten Rituale findet man nicht immer in aufwändigen Zeremonien – sondern im scheinbar Alltäglichen." "In den Traditionen der inneren Alchemie und der zeremoniellen Magie lernen wir, Energie aufzubauen, den Fokus zu lenken und das Selbst zu reinigen. Aber all dieses Training ist bedeutungslos, wenn es sich nicht in den Bereichen zeigt, die dein Leben tatsächlich ausmachen – deine Morgen, deine Mahlzeiten, deine Bewegungen." "Verkörperte Präsenz ist nicht nur eine Idee. Sie ist eine körperliche Erfahrung. Du spürst sie in deinen Knochen. In deinem Atem. In deinen Fingerspitzen. Es ist der Moment, wenn dein Bewusstsein vom Kopf in das Herz sinkt – und noch tiefer – in den Bauch, die Füße, zur Erde." "Es ist eine Art von Aufmerksamkeit, die die Qualität der Zeit verändert, weil sie dich in Einklang mit dem bringt, was wirklich ist: dieser Moment." "Wenn du dich der Präsenz verpflichtest, reagiert die Welt. Anxiety lässt nach. Klarheit nimmt zu. Menschen fühlen sich sicherer in deiner Nähe. Möglichkeiten finden ihren Weg zu dir. Denn du verstreust deine Energie nicht mehr über hundert unbewusste Handlungen. Du sammelst sie, schmiedest sie, wirst mehr als du gestern warst." Damien schlägt kleine Rituale vor, um mehr Bewusstheit in den Moment zu bringen: - Morgendliches Grounding: Den Tag mit Intention starten - Achtsames Trinken: Ein Getränk mit voller Aufmerksamkeit konsumieren

Aktualisiert26. September 2025
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Ressource1 Erwähnung

Artikel: Damien Echols über das Große Werk

Auf seinem Patreon hat Damien Echols einen Artikel mit dem Titel What is the Great Work? (Was ist das Große Werk?) veröffentlicht. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Artikels. "Das Große Werk ist der Sinn deines Lebens. Es ist der Grund, warum du hier bist." "Das Große Werk ist der Prozess des Erinnerns daran, wer und was du wirklich bist – und dann so zu leben." Damien erklärt die Redewendung Solve et Coagula: "Sie stehen für die Stadien des Auflösens des falschen Selbst und des Wiederaufbaus der Seele um etwas Echtes herum." Solve: "In den frühen Stadien des Großen Werks beginnt alles mit „solve“. Du löst deine alten Identitäten auf, deine Illusionen, deine Wunden und die Konditionierung von Kultur, Familie und Trauma." "Nicht alles auf einmal – sondern langsam, Schicht für Schicht." "Diese Phase kann sich wie ein Tod anfühlen." Coagula:

Aktualisiert28. Oktober 2025
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Ressource1 Erwähnung

Artikel: Damien Echols über den Stein der Weisen

Auf seiner Patreon-Seite hat Damien Echols einen Artikel mit dem Titel What is the Philosopher's Stone? (auf Deutsch: Was ist der Stein der Weisen?) veröffentlicht. Darin beschreibt er, dass der Stein der Weisen, ein legendäres Symbol der westlichen Esoterik, kein physisches Objekt ist. Stattdessen ist der Stein die Präsenz selbst: ein kristallisierter Zustand bewusster Achtsamkeit im Jetzt. Zitate auf dieser Seite sind frei übersetzt von der englischen Version des Artikels. Damien schreibt darüber, wie in der mittelalterlichen Alchemie dem Stein der Weisen viele Kräfte nachgesagt wurden: Blei in Gold zu verwandeln, alle Krankheiten zu heilen, Unsterblichkeit zu gewähren, die Seele zu erleuchten und Gegensätze zu vereinen. Dann schreibt er, dass der Stein nicht das ist, was die meisten denken: "Der Stein wird nicht in einem Kolben gefunden oder in einem Ofen geschmiedet. Der Stein ist Präsenz.“ "Er entsteht, wenn dein Bewusstsein kristallisiert. Wenn deine Aufmerksamkeit so tief im Moment verwurzelt ist, so verfeinert durch Übung und Disziplin, dass sie unter Druck nicht mehr zerfällt. Wenn sie nicht mehr zwischen Vergangenheit und Zukunft zerstreut ist, sondern sich vollständig – ganz – im Jetzt sammelt." Damien erklärt weiter, wie all die dem Stein zugeschriebenen Kräfte in Wahrheit Metaphern für Präsenz sind. "Aber hier ist die Wahrheit: Du brauchst kein Labor, um Transmutation zu vollziehen. Du brauchst nur Aufmerksamkeit. Fokussierte, disziplinierte, unerschütterliche Präsenz." "Sitze mit deiner Wut, ohne auszuweichen, und sie wird zu Einsicht.

Aktualisiert26. September 2025
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Tool6 Erwähnungen

Affirmationen

Affirmationen sind kurze, positive Aussagen, die dabei helfen, gewünschte Glaubenssätze und Intentionen zu stärken. Durch regelmäßiges Wiederholen beeinflussen sie, wie unser Bewusstsein uns selbst und die Welt wahrnimmt. Da Affirmationen typischerweise dazu genutzt werden, Gedanken und Wahrnehmungen in eine positive Richtung zu lenken, können sie als Light Work verstanden werden. - Wähle eine Affirmation, die einen Glaubenssatz, eine Intention oder eine Eigenschaft widerspiegelt, die du stärken möchtest - Halte sie kurz, im Präsens und positiv (z. B. „Ich bin eine Quelle der Ruhe, Kraft und Hoffnung.“) - Wiederhole sie regelmäßig Es ist auch möglich, aus einer Affirmation ein Mantra zu kreieren und es immer wieder zu wiederholen, zum Beispiel singend. Affirmationen sind nicht nur auf individueller Ebene relevant. Wir sind überzeugt, dass es für das Kollektiv sehr wichtig ist, sie zu nutzen, um uns gemeinsam eine bessere Zukunft vorzustellen. Mögen unsere Affirmationen so gewagt sein, wie unsere Vorstellungskraft es erlaubt <Image src="/img/affirmations-imagination.jpg"

Aktualisiert26. September 2025
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Tool6 Erwähnungen

Tagebuch

Das Führen eines Tagebuchs (auch Journaling genannt) kann eine hilfreiche Übung zur Erkennung von Mustern sein. - Das passende Medium finden: Ausprobieren, welche Methode die geringste Hürde hat, um langfristig dabei zu bleiben. Schreibe ich lieber analog in ein Notizbuch, tippe ich lieber am Handy oder am Laptop (z.B. mit einem Tool wie Obsidian) oder funktioniert es für mich besser, meine Gedanken und Emotionen aufzumalen oder als Sprachmemos aufzunehmen? - Strukturierte Daten: Es kann hilfreich, manche Dinge in etwas strukturierterer Form zu tracken. Zum Beispiel: Wie war das Wetter an dem Tag, was habe ich konsumiert, welche Rituale habe ich gemacht? - Blickwinkel und Tiefe: Der Blickwinkel kann sich mit der Zeit anpassen. So kann aus einem anfänglichen "Was habe ich an dem Tag gemacht?" (Blick von außen) ein etwas tieferes "Was hat mich an dem Tag beschäftigt?" (Blick nach innen) werden. - Bewusstseins-Zustand: Durch welche verschiedenen Zustände bin ich gegangen? Wie präsent war ich, wie viel hab ich in anderen Zeiten verbracht? Es gibt verschiedene Arten von Tagebuch, zum Beispiel: - Frei, zum Beispiel mit Stream of Consciousness Writing - Geführt, zum Beispiel mit Prompts oder Fragen - Fokussiert auf ein Thema, zum Beispiel ein Dankbarkeits-Tagebuch

Aktualisiert26. September 2025
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Konzept6 Erwähnungen

Zeigefinger

Wieso beschäftigen wir uns als Gesellschaft so oft eher mit den Menschen, die auf Probleme zeigen, als mit den Problemen selbst? Wir wollen auf folgende Arten Verantwortung übernehmen: - Problem und Kommunikation voneinander trennen: Das Problem existiert, auch wenn die Art, wie darauf hingewiesen wird, für uns in dem Moment unangenehm ist. Wir wünschen uns, dass betroffenen Menschen zugehört und dabei anerkannt wird, dass sie durch ihren Schmerz nicht immer in dem Zustand sind, die Probleme ohne Wut perfekt gewaltfrei benennen zu können. Wir erkennen an, dass das "perfekte Ausformulieren" emotionale Arbeit ist, die wir stärker von Gewalt betroffenen Menschen nicht noch zusätzlich aufbürden müssen. - Eigene autoritäre Verhaltensweisen hinterfragen: In unserer Gesellschaft wird sich häufig auf die Schuldfrage konzentriert. Dadurch kann es passieren, dass Menschen aus Angst vor Bestrafung in den Schutzmodus gehen und das Mitteilen von Emotionen als persönlichen Angriff und Vorwurf wahrnehmen. Gleichzeitig wurden wir auch selbst autoritär sozialisiert und wollen das in unserer eigenen Kommunikation beobachten. Wenn wir selbst die Kapazitäten haben, können wir daran arbeiten, unsere Wut und den darunterliegenden Schmerz an anderer Stelle zu verarbeiten, um Probleme dann effektiver kommunizieren zu können.

Aktualisiert26. September 2025
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Konzept10 Erwähnungen

Collective Liberation (Kollektive Befreiung)

"Nobody's free until everybody's free." – Fannie Lou Hamer Der Begriff Collective Liberation (auf Deutsch: Kollektive Befreiung) wird verwendet, um zu verdeutlichen, dass alle Beteiligten unter unterdrückenden, gewaltvollen Strukturen leiden. Zu Collective Liberation beizutragen bedeutet für uns, Verantwortung zu übernehmen für verschiedene Lebensbereiche. - Shadow Work: Aktiv daran arbeiten, gewaltvolle Strukturen in uns selbst und der Gesellschaft zu erkennen und abzubauen. - Light Work: Aktiv daran arbeiten, eine Welt aufzubauen, die auf gegenseitigem Vertrauen und einem Miteinander aufbaut. "Nobody's free until everybody's free." – Fannie Lou Hamer "Injustice anywhere is a threat to justice everywhere. We are caught in an inescapable network of mutuality, tied in a single garment of destiny. Whatever affects one directly, affects all indirectly." – Martin Luther King Jr.

Aktualisiert26. September 2025
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Konzept33 Erwähnungen

Verantwortung

Für uns bedeutet die Übernahme von Verantwortung zu erkennen, welche Aspekte des Lebens wir wirklich beeinflussen und kontrollieren können. Es ist eine Praxis der inneren Ausrichtung und Eigenständigkeit. Das bedeutet für uns auch, genug Raum für andere zu lassen, selbst Verantwortung für ihre eigenen Entscheidungen und ihr Verhalten zu übernehmen. Wir merken immer mehr, dass wir andere Menschen nicht dazu bringen können, sich auf eine bestimmte Weise zu verhalten. Wir können niemanden kontrollieren – und wir sollten es auch nicht wollen. Durch Shadow Work können wir lernen, wie unsere unbewussten Muster in das Kollektiv hineinwirken. Verantwortung zu übernehmen bedeutet dann, Verantwortlichkeit zu praktizieren, wenn wir mit dem Schaden konfrontiert werden, den wir möglicherweise verursacht haben.

Aktualisiert20. Oktober 2025
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Blog4 Erwähnungen

Transmute / Wut-Brief

Ende Juni habe ich geschrieben, dass ich mich “das Wochenende” etwas zurückziehen will, um ein paar Emotionen fließen zu lassen und Dinge zu verarbeiten, die ich verdränge. Aus einem Wochenende wurde dann letztendlich der ganze Juli. Ich habe gemerkt, dass ich etwas mehr Abstand brauche, als gedacht, weil ich mich sehr ausgebrannt und gleichzeitig getrieben gefühlt habe. In diesem Monat habe ich viele verschiedene Phasen durchlebt, die ich noch in Texten verarbeiten will. Heute möchte ich von meinem Wut-Brief erzählen. Ich habe mir Ende Juli eine Woche freigenommen und mir vorgenommen, noch mal explizit meine Emotionen fließen zu lassen. Dienstag vormittags habe ich gestartet mit einer Breathwork-Atemübung, die ich in einem Workshop von Carlagelernt habe. Die psychedelische Wirkung dieser Übung überrascht mich immer wieder: Meistens wirbelt sie einiges auf, was sich in meinem Körper an Emotionen angestaut hat und ich brauche ein paar Tage, um das dann durchfließen zu lassen und mich danach klarer und befreiter zu fühlen. Dienstag und Mittwoch war ich dann jeweils tagsüber im Wald und am See. Ich war alleine unterwegs, bin an den See und hab das Wasser angeschaut, hab mich danach in den Wald gesetzt, die Natur auf mich wirken lassen und meditiert. Das alles mit möglichst wenig Zeit am Handy oder anderen Aktivitäten. Und boah, hat sich das teilweise scheiße angefühlt. Einfach da zu sitzen und sich nicht gut zu fühlen und das zu akzeptieren, ohne sich abzulenken, ist schwer auszuhalten. Ich konnte mich zum Glück ab und zu daran erinnern, dass ich das bewusst mache und dass es normal ist, sich so zu fühlen, dass die Gefühle einfach durchfließen müssen. Dadurch konnte ich von außen auf die Emotionen blicken und hab nicht alle negativen Gedanken, die ich mit den Gefühlen assoziiert habe, ernst genommen. Und irgendwie war es dann, obwohl ich mich nicht gut gefühlt habe, voll die schöne Erfahrung, an die ich mich sehr gerne erinnere, die für mich sogar mit zu den prägendsten des Jahres zählt. Ich hatte mein Leben lang so viel Angst vor “negativen” Emotionen, dass es immer darum ging, sie schnell wegzubekommen. Und jetzt lerne ich so langsam, dass jede Emotion ihre Daseinsberechtigung hat und dass es eine total schöne, rohe Erfahrung sein kann, einem Gefühl Raum zu geben, gegen das man sich so lange gewehrt hat. Die Tage waren scheiße und schön, shitty and sacred. Mittwoch abends bin ich dann durch die Stadt gelaufen und hab was zu essen gesucht. Und irgendwie wurde ich dann unzufrieden, nichts hat so richtig funktioniert. Auf dem Heimweg hat mich dann plötzlich die Wut gepackt. Ich war wütend auf diesen “scheiß Urlaub”, dass ich “nur rumsitze und es mir schlecht geht”. War plötzlich wütend auf ganz viele Dinge, die hochkamen. Ich konnte mich auch hier zum Glück daran erinnern, dass es OK ist, dass diese Emotionen hochkommen, dass ich jetzt die Gelegenheit habe, sie rauszulassen. Also bin ich wütend heimmarschiert, hab mich in mein Zimmer gesetzt, Musik angemacht und eine Stunde lang einen Wut-Brief geschrieben. Dabei habe ich einfach alles aufgeschrieben, ohne eine Pause zu machen, ohne zu hinterfragen. Die Methode wird auch Stream of Consciousness Writing genannt. Ich wollte etwas schreiben, was niemals jemand lesen wird und mir dadurch die Möglichkeit geben, Dinge zu schreiben, die ich sonst niemals sagen würde. Ich konnte nachträglich kaum noch was davon lesen, weil es so krakelig war. Das Wort verfickt kam sehr oft vor.

Aktualisiert26. September 2025
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Blog1 Erwähnung

Mit Eifersucht umgehen

Hier sind ein paar Bewältigungsstrategien, die ich beim Umgang mit meiner eigenen Eifersucht beobachtet habe. Es gibt keinen „einen besten Weg“. Welche Strategie ich nutze, hängt von vielen Umständen ab, zum Beispiel auch, wie viel Willenskraft ich in diesem Moment habe, mich Unbehagen auszusetzen. Wenn ich in einem nicht so guten State bin und es Themen gibt, die mich leicht triggern, ist es verlockend, Dinge zu ignorieren und meinen Partner\*innen mitzuteilen, dass ich über bestimmte Themen nichts hören möchte. Auch wenn das eine funktionierende Strategie sein kann, hat es für mich persönlich in der Vergangenheit nicht zu sichereren Beziehungen geführt, da es nicht zu mehr Verletzlichkeit und Transparenz führt.

Aktualisiert26. September 2025
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